GEOMETRIEBESTIMMUNG IN LANDSCHAFTEN

© Klaus Piontzik


Linien-Bilanz

Meridian-Externstein-Pyramide

Externsteine, Marsberg, Marburg, Neckargmünd, Kloster Maulbronn, Haigerloch, Hohentwiel (Singen), Genua, Cagliari, Ghadames werden als Orte benannt, die mit der Externstein-Meridianlinie in Verbindung stehen.
Entlang der Linie zwischen Externsteine und Ghadames also einer Strecke von 2417 Km befinden sich alle Orte in einem Schlauch von maximal ±12,6 km links und rechts neben der Linie.
Die mittlere Ausrichtung der Meridian-Linie beträgt 1,0545 Grad NO bzw. 178,9455 Grad NW.

Nimmt man den geographischen Meridian der Externsteine als Bezugslinie dann liegen, außer Ghadames, alle Orte
in einem Schlauch von maximal ±17 km links und rechts neben der Linie.

Der Winkelunterschied von 1 Grad zwischen Externstein-Meridianlinie und dem geographischen Meridian der Externsteine ist so gering, das beide Linien als Bezugslinien benutzt werden können, ohne die Gesamtgeometrie wesentlich zu beeinflussen.

 

 

West-Linie-Externstein-Pyramide

Externsteine, Bitburg, Luxemburg, Lourdes, Madrid, Gibraltar, Lanzarote werden als Orte benannt, die mit der Externstein-Westlinie in Verbindung stehen.

Nimmt man die Externstein-Meridianlinie als Bezugslinie und den Quadraturwinkel als Richtungsvorgabe dann befinden sich, außer Madrid und Lanzarote, alle Orte entlang der Linie zwischen Externsteine und Gibralter also einer Strecke von 2080 Km, in einem Schlauch von maximal ±33 km links und rechts neben der Linie.

Nimmt man den geographischen Meridian der Externsteine als Bezugslinie und den Quadraturwinkel als Richtungsvorgabe dann befinden sich, außer Madrid und Lanzarote, alle Orte entlang der Linie zwischen Externsteine und Gibralter, in einem Schlauch von maximal ±38 km links und rechts neben der Linie.

Zu berücksichtigen ist noch das die Angabe von Lanzarote, von Seiten Möllers aus, nur eine Richtungsangabe darstellt (Richtung Atlantis) und der Abstand von 300 Km daher hinreichend ist.

Insgesamt kann man bei der Westlinie sowohl den geographischen Meridian der Externsteine als auch die Externstein-Meridianlinie als Bezugslinie verwenden. Der Quadraturwinkel wird von allen Orten, außer Madrid, mit hinreichender Genauigkeit erfüllt.

 

 

Ost-Linie-Externstein-Pyramide

Externsteine, Kassel, Coburg, Regenstauf, Zagreb(Agram), Olymp, Delphi, Delos, Kappathos, Gizeh werden als Orte benannt, die mit der Externstein-Ostlinie in Verbindung stehen.

Nimmt man die Externstein-Meridianlinie als Bezugslinie und den Quadraturwinkel als Richtungsvorgabe dann liegen lediglich die Orte in Deutschland mit hinreichender Genauigkeit längs der Linie. Von Zagrab aus werden die Distanzen zur Linie immer größer, je weiter südlich man kommt. Bis auf 427 Km wenn man den Breitengrad von Gizeh erreicht.

Nimmt man den geographischen Meridian der Externsteine als Bezugslinie und den Quadraturwinkel als Richtungsvorgabe dann liegen lediglich die Orte in Deutschland mit hinreichender Genauigkeit an der Linie.Von Zagrab aus werden die Distanzen zur Linie immer größer, je weiter südlich man kommt. Bis auf 373 Km wenn man den Breitengrad von Gizeh erreicht.

Insgesamt passt bei der Ostlinie der geographischen Meridian der Externsteine als Bezugslinie etwas besser als die Externstein-Meridianlinie. Für deutschen Raum bzw. etwa bis Zagrab stimmen die Orte,
mit hinreichender Genauigkeit, gut mit dem Quadraturwinkel überein.
Südlich von Zagreb werden die Distanzen zur Linie immer größer, was auf einen systematischen Fehler bei der Linienbestimmung hinweist. Die Abweichungen lassen sich nämlich erklären, wenn man sich dazu folgende Karte anschaut:

Möller Linien

In der Karte ist zu sehen, das Externsteine, Zagreb und Delphi auf einer Linie liegen. Das kommt daher das hier die Erdkrümmung nicht berücksichtigt worden ist. Auf Karten mit europaweitem oder größerem Umfang spielt die Erdkrümmung schon eine Rolle. Daher kann man keine Studien mit Lineal mehr betreiben, sondern muss die Linien berechnen.

Auch die Linien von Möller sind letzlich nichts anderes als Ausschnitte von Großkreisen und sind damit gekrümmt. Gerade Linien wie auf der hier gezeigten Karte sind lediglich idealer Natur und allenfalls als Hinweis zu gebrauchen. Annähernd genau kann man nur auf Karten arbeiten die nicht größer als Deutschland sind

Wird das nicht beachtet führt es zu Fehlern bzw. Differenzen die bei größerer Entfernung auch immer größer werden. Wie am Beispiel der Ostlinie zu sehen ist.

 

 

Bilanz

Die größte Passgenauigkeit für die Externstein-Pyramide wird erreicht wenn der geographische Meridian der Externsteine als Bezugslinie genommen wird.
Die Westlinie wird mit hinreichender Genauigkeit durch die genannten Orte besetzt. Die Orte auf der Ostlinie erfüllen bis Zagreb den Quadraturwinkel, weiter südlich werden die Abweichungen der Orte zur Linie aber immer größer(bis auf 370 Km)

Im mitteleuropäischem Raum ist die Externstein-Pyramide als Quadratur-Dreieck hinreichend genau gegeben.