Eine 1000jährige geomantische Landschaftsstruktur im nordwestlichen Ruhrgebiet

Copyright © Klaus Piontzik


Die Quadratur

5.0   Das Schnittdreieck Bottrop-Essen
5.1   Die Quadratur
5.2   Die Quadratur im nordwestlichen Ruhrgebiet
5.3   Objekte auf den Quadraten der Konstruktion
5.4   Objekte auf den Kreisen der Konstruktion
5.5   Objekte auf/an/in der Nähe von Dreiecksseiten
5.6   Das Essener Münster und die Quadratur
     
     
     
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5.0 Das Schnittdreieck Bottrop-Essen  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
 
 
Wie schon in Kapitel 3 behandelt, beim Vergleich der Quadrierungslinie mit den Möllerschen Linien, verläuft die Quadrierungslinie parallel zur Ostseite der Externstein-Pyramide. Ein Hinweis darauf, das die Quadratur auch im Ruhrgebiet zu finden sein könnte. Untersucht man die bestehenden Verhältnisse etwas genauer wird man tatsächlich auch fündig.
Nimmt man nun die Verbindungslinie vom Bottroper Stadtpark zum Turm des St. Johann Baptist Teils des Essener Doms, so ergibt sich mit dem Meridian durch Bottrop und dem Breitenkreis durch den Dom, ein rechtwinkliges Dreieck. In der folgenden Abbildung ist die gesamte Situation noch einmal dargestellt.
 
 

 
 
Rein winkelmäßig gesehen lassen sich, aus den Ortskoordinaten, die Höhe und die Grundseite des Dreiecks aus der Abbildung bestimmen.
 
Die Höhe beläuft sich auf 0° 4´ 35" = 275" = 25·11 Bogensekunden.
Die Basisseite besitzt eine Länge von 0° 5´ 50" = 350" = 25·14 Bogensekunden.

 

Der Tangens des Basiswinkels alpha ergibt sich damit zu 11:14.
Dies ist der sogenannte Quadraturverhältnis, also das Verhältnis das bei der sogenannten
Konstruktion 1 der Quadratur des Kreises anfällt.
 
   
 Quadratur - Dreieck Der Tangens des Basiswinkels alpha im Quadraturdreieck 1 ergibt sich zu 14:11.
Dies ist der sogenannte Quadraturwinkel, also der Winkel der bei der
Konstruktion 1 der Quadratur des Kreises anfällt.
Das entstandene Dreieck MBC bzw. MAC ist damit jeweils ein Schnittdreieck 1. Die Seiten BC bzw. AC sind die Seiten des Quadraturdreiecks und die Grundlinie AB ist Grundseite des Quadraturdreicks 1. also des Dreiecks ABC
   
 
Zu beachten ist, das die Spitze des Dreiecks im Essener Dom liegt, wenn die Dreiecksseiten als Winkel behandelt werden.
Nimmt man jedoch eine
topographische Karte und mißt dort die Strecken bzw. Winkel nach, so erhält man die Dreiecksspitze in Bottrop. Spitzen- und Basiswinkel haben ihre Plätze sozusagen vertauscht.
Erklärbar wird dieses Phänomen, wenn man berücksichtigt, daß Breitenkreise einen vom Breitengrad abhängigen Radius besitzen. Am Äquator stimmen Breitenkreis und Erdumfang noch miteinander überein. Je weiter man sich aber vom Äquator in Richtung auf die Pole zu bewegt, um so kleiner wird der Umfang des Breitenkreises. Der Kosinus der geographischen Breite geht in den Umfang mit ein. Die Dreiecksseiten als Längen auf der Erdoberfläche können dann durchaus einen etwas differenten Winkel bilden.
Es ist also ein regionales Phänomen wenn Spitzen- und Basiswinkel vertauscht werden, denn nur etwa zwischen dem 51-52 Breitengrad hat der Kosinus gerade eine Größe, die Winkelumkehrung bewirkt.
Der genaue Quadraturwinkel für die Spitze des Quadraturdreiecks beträgt 38,15 Grad. Der Winkel im Ruhrgebiet für die Grundstrecke beträgt dann 38,5 Grad.
Daher lässt sich hier im Ruhrgebiet ein rechteckiges geographisches Gitter, mit den Seitenverhältnis 275" : 350" erzeugen. Dabei tritt die Grundstrecke als Diagonale eines Winkelrechtecks auf (siehe oberstes Bild). Das so gewonnene Gitter heißt von jetzt ab geographisches Grundsystem und ist nur etwa zwischen dem 51-52 Breitengrad gültig.
Die Benutzung eines geographischen Gitters hat den Vorteil Objekte auf Karten leichter verorten zu können, wenn geographische Koordinaten benutzt werden.
Das so gewonnene 11:14 Gitter stellt, mit 21 Bogenminuten Differenz in der Ausrichtung, eine gute Näherung zur exakten Quadrierungslinie dar.
 
 

Insgesamt hat das auf der Grundstrecke basierende Quadraturdreieck die Eigenschaft dass sowohl Winkel als auch Strecken im Quadraturverhältnis zueinander stehen.

 
Da wir es hier mit geodätischen Begebenheiten zu tun haben ist es nicht sellbstverständlich, wie bei mathematischen Proportionen, dass Strecken und Winkel gleiche Verhältnisse besitzen. (wegen der gekrümmten Oberfläche)
 
 
 

Ergänzung

Die Quadratur des Kreises als Näherung

 

 

5.1 Die Quadratur  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
 
 

  Aus dem Quadraturdreick ergibt sich die Quadratur-Konstruktion, im Bild links dargestellt. Dabei ist die Grundseite des Dreiecks gleich einer Quadratseite und die Höhe des Dreiecks ist gleich dem Radius des Kreises.
Kreis und Quadrat besitzen dann den
gleichen Umfang.
     
     
     
Es existiert noch eine zweite Quadratur-Konstruktion mit einem 11:7 Verhältnis. Dabei ist die Grundseite des Dreiecks gleich dem Radius des Kreises und die Höhe des Dreiecks ist gleich einer Quadratseite. Kreis und Quadrat besitzen dann den gleichen Umfang. Und sind auch genau so gross wie im ersten Fall.
     
     
 

     
     
     
  Durch Erweiterung der ersten Quadratur um entsprechende In- und Umkreise bzw. In- und Umquadrate und durch Ergänzung mit der Quadraturkonstruktion 2, also der 7:11 Proportion, erhält man dann die im Ruhrgebiet vorhandene Grundkonstruktion, die im linken Bild zu sehen ist.
     

 

Die drei Punkte des Quadraturdreiecks im Ruhrbegiet

Zwei Punkte des Quadraturdreiecks sind mit dem Bottroper Stadtpark und dem Essener Dom schon gegeben, fehlt noch der dritte Punkt.
Dieser liegt in jedem Fall auf gleicher geographischer Höhe wie das Münster in Essen. Nach dem geographischen Grundsystem ergeben sich die Koordinaten wie folgt:
 
Phi 51° 27´ 25" N geographische Breite
Lambda 06° 49´ 10" E geographische Länge
 
Rechnet man genau nach der Quadrierung dann lassen sich folgende Koordinaten ermitteln:
 
Phi 51° 27´ 25" N geographische Breite
Lambda 06° 49´ 14,3" E geographische Länge
 
Beide Positionen liegen in den Ruhrwiesen, einem Naturgebiet in Mülheim. Hier spaltet sich die Ruhr zunächst in zwei Arme auf, die etwas später, am Hafen, wieder zusammen kommen. Zwischen den beiden Ruhrarmen liegt ein riesiges Freilandareal - die Mülheimer Ruhrwiesen.
 
 
   
Mülheim - Ruhrwiesen   Bottrop - Stadtpark   Essen - Münster
         

 

 

5.2 Die Quadratur im norwestlichen Ruhrgebiet  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
 
 
Die Quadratur im Ruhrgebiet sieht dann so aus:
 

 
 
Die Übertragung der gesamten Quadratur auf das Ruhrgebiet liefert folgendes Ergebnis:
 
 
 Die Quadratur im Ruhrgebiet
 
 
Auffallend ist hier das der Verlauf von Emscher und Rhein-Herne-Kanal wie in die Quadratur eingepasst wirken. Der Rhein-Herne-Kanal wurde zwischen 1906 und 1914 erbaut. Die Emscher dagegen ist uralt, der Name stammt wahrscheinlich aus dem Keltischen. Ab Mitte des 19ten Jahrhunderts erfolgte, durch Industrialisierung und Bevölkerungswachstum bedingt, eine fortgehende Verschmutzung der Emscher. 1899 wurde die Emschergenossenschaft gegründet, die für alle Belange, die Emscher betreffend, zuständig ist. Es erfolgte eine mehrfache Regulierung des Flussverlaufs. Im 20ten Jahrhundert wurde die Mündung sogar noch zweimal umverlegt.

Emscher wie Rhein-Herne-Kanal sind also beide, durch Menschenhand erschaffene Objekte, die einen Hinweis darauf geben, das landschaftsstrukturierende also geomantische Begebenheiten noch zu Anfang des 20ten Jahrhunderts nicht ganz unbekannt waren.
 
   
 
Auf/An den Quadraten der Quadratur liegen folgende Objekte:

Stift Rellinghausen (996)
Marktkirche (1054), Stiftskirche Stoppenberg (1073)
Haus Vondern (1162)

Kloster Saarn (1214), Kattenturm/Luttelnau (1295)
Knippenburg (1309/1340/50)
Haus/Kloster Schuir(.../1792)
Bismarckturm (1909), St. Nikolaus (1912)
Haus Raphael

Auf den Kreisen der Quadratur liegen folgende Objekte:

Abtei Werden (800)
Luciuskirche (995/1063)
Kloster Stoppenberg (1139)

Kommende Welheim (1230), Neue Isenburg (1240-1288),
Villa Hügel (1868-1872), Villa Dickmann (1901),
Waldschlößchen in Mülheim

Auf/An oder in der Nähe von Dreiecksseiten der Quadratur liegen folgende Objekte:

Haus Baldeney (13.Jahrh.), Schloß Oberhausen (1220)
Schloß Schellenberg
(1452)
Raffelberger Bereich (1909 Solbad, 1910 Rennbahn)

 

 

5.3 Objekte auf den Quadraten der Konstruktion  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
     
     
Stift Rellinghausen    
     

  Aus einer Urkunde König Ottos I. vom 15. Januar 947 ist indirekt belegt, daß in Rellinghausen auch schon um das Jahr 850 (und wahrscheinlich schon früher) eine Kapelle vorhanden war
Im Jahre 943 anläßlich der Turmweihe der Werdener Kirche durch den Kölner Erzbischof Wigfried, wurde Rellinghausen zu einer Unterpfarrei des Werdener Klosters.
Um das Jahr 990 erwarb die Essener Äbtissin den Oberhof in Rellinghausen und gründete hier 996 ein neues Kanonissenstift
Ungefähr 200 Jahre lang herrschte zwischen den Essener und Rellinghausener Damenstiften eine Art Mutter- und Tochter Beziehung

     
     
Stift Stoppenberg    
     
  Die Stiftskirche in Stoppenberg, einem Vorort von Essen, wurde 1073 von der Essener Äbtissin Swanhild gestiftet.
Die dreischiffige romanische Pfeilerbasilika gehörte zu einem Doppelkloster das im 12.Jahrhundert von Prämonstratenser auf dem Stiftsberg gründet wurde.
Als eine der frühesten Gewölbebasiliken des Rheinlandes wurde die Stiftskirche in der Mitte des 12.Jahrhunderts vollendet
Seit 1961/1964 gehört es zu einem neu erbauten Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen

     
     
St. Nikolaus - Stoppenberg    
     
 
     
Durch das Aufkommen des Bergbaus strömten zum Ende des vorigen Jahrhunderts Menschen in Massen in das Ruhrgebiet. Hier vor allem in die durch Kohleabbau geprägten Bezirke, so auch nach Essen Stoppenberg.
Zum Sonntagsgottesdienst genügte die Stiftskirche, die als Pfarrkirche benutzt wurde, nicht mehr.
Bereits in der Planungsphase von St.Nikolaus im Jahre 1904 riet das Königliche Oberbergamt Dortmund von einer Bebauung des Grundstückes wegen der Erfahrungen mit der benachbarten Stiftskirche ab. Pfarrer und Architekt blieben jedoch bei ihrem Konzept ganz im Sinne des Jugendstils
Schon kurz nach der Fertigstellung im Jahre 1912 kam es zu den ersten Schäden im Bodenbelag und den Gewölben

 
     

 

     
Haus Vondern    
     
  Haus Vondern ist ein bedeutender spätgotischer Profanbau in Nordrhein-Westfalen. Wie lange es die Burg schon gibt, ist unbekannt. Vermutlich nicht beweisen läßt sich, ob hier schon vor mehr als tausend Jahren eine Zufluchtstätte mit Wall und Palisadenzaun stand. Tatsache ist, daß die heutigen Bauten aus verschiedenen Epochen stammen.

     
 
     

 

     
Kloster Saarn    
     
 Kloster Saarn   Aus den Anfängen des 13ten Jahrhunderts stammt Kloster Saarn. Es wurde 1214 von Zisterziensern gegründet.

Die gesamte Klosteranlage wurde in den Jahren 1979 - 1989 restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt.

 

  Kloster Saarn ist ein Ableger des 1122 gegründeten Zisterzienser-Klosters Kamp (Altenkamp) in Kamp Lintfort



Von Altenkamp aus erfolgte quasi die Urbanisierung des nordöstlichen deutschen Raumes
     
     
Die Zisterzienser
Die aus Frankreich kommenden Zistertzienser-Mönche machten sich die Urbarmachung und das Ansiedeln bis ins mittlere und nördliche Deutschland zur Aufgabe, ja sogar bis weit zum Osten. Sie rodeten große Fläche, legten Äcker und Weiden an, holten Menschen ins Land und errichteten Höfe und Dörfer, gründeten Schulen und sorgten so neben der wirtschaftlichen Entwicklung des Umlandes auch für die Bildung der Einheimischen.
Bemerkenswert ist noch der Umstand, das der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux ein eifriger Förderer des Templerordens war und es engere Beziehungen zwischen Zisterzienser und Templer gab. Es sollte also nicht verwundern, wenn auch im hiesigen Gebiet Templer zu finden sind.
     

 

     
Kattenturm    
     
 Ruine der Motte Luttelnau   Nördlich der Ruhr befindet sich im Stadtteil Kettwig die Ruine der Motte Luttelnau, im Volksmund auch Kattenturm genannt. Dieser ist Rest des Rittergutes Luttelnau (Luthenau, Luttenau), das seit 1295 bezeugt ist.
Sie verfiel spätestens nach dem Aussterben ihrer Besitzer, der Herren von Luttelnau 1417. 1424 kam das Gut Luttelnau, von dessen Wirtschaftshof leider keine Spuren bekannt sind, an Heinrich von Oefte

     

 

 


Haus Schuir

Ursprünglich als Lehngut der Schenken der Reichsabtei Werden gehörte es zunächst den Herren von Schuir
Im 18. Jh. dann den Herren von Quade zu Wickrath.
In der heutigen Gestalt nach Rückkauf des Gutes von Abt Bernhard II. Bierbaum 1792 als Sommerresidenz bzw. Lustschlösschen errichtet. Neben Haus Heisingen soll es sehr beliebt bei den Äbten gewesen sein
Über dem Haupteingang befindet sich ein abteiliches Wappen, das im Mittelschild das Familienwappen des Abtes Bernhard II. zeigt.

 

 

     
Bismarckturm - Mülheim    
  Dem Aufruf der deutschen Studentenschaft zur Errichtung von Bismarcksäulen folgten auch die Mülheimer Bürger. Die für den Bau gesammelten Spendengelder reichten jedoch nicht zum Bau eines Turmes aus.



Das Mülheimer Ehepaar Leonhardt stiftete im Jahr 1908 den notwendigen Betrag zum Bau eines Bismarckturmes. Baudezernent Linnemann aus Mülheim entwarf den Turm, der von der Fa. Rudolphi gebaut wurde. Der Neffe von Dr. Leonhardt wählte als Standort des Turmes den Kahlenberg im Stadtteil Menden aus. Der Bismarckturm in Mülheim wurde 1909 erbaut.

     

 

 

5.4 Objekte auf den Kreisen der Konstruktion  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
 
 
Abtei Werden
 
Neben dem Essener Münster aus dem 9 Jahrhundert, ist die Abtei Werden (um 800 n.Chr.) mit eines der ältesten Objekte auf dem Gitter und der Quadraturkonstruktion.
 
     
  Liudger, 742 bei Utrecht geboren und 777 zum Priester geweiht, wurde 792 von Karl dem Großen zum Missionsleiter Westsachsens berufen.
Der Friesen-Missionar Liudger erwirbt am 18. Januar 799 Grundbesitz in Werden und der Bau der ersten Abteikirche wird begonnen. Damit gründete er die Benediktinerabtei Werden an der Ruhr, heute Essen-Werden.
     
Am 30. März 805 empfing Liudger die Bischofsweihe. Karl der Große ernannte ihn gleichzeitig zum ersten Bischof von Münster. Liudger starb am 26. März 809 in Billerbeck. Seinem Wunsch gemäß erfolgte die Beisetzung in der Abtei Werden.
     
 
   

 

         
Luciuskirche        
  Von 995 bis 1063 wurde die Luziuskirche durch Werdener Äbte erbaut. Sie ist die älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen.
Unter französischer Verwaltung versteigerte die Direktion der Domäne 1811 die Luziuskirche, die dann nach Abbruch der Apsis und des Obergeschosses des Westturmes als Wohnhaus hergerichtet wurde.
Seit 1896 wieder im Besitz der katholischen Gemeinde, erfolgte die Wiederherstellung als Pfarrkirche 1957/58
   Luciuskirche


 

 

     
Kommende Welheim    
 
     
  Die Gründung des deutschen Ritterordens wird auf den Kreuzzug des Kaisers Barbarossa im Jahre 1190 zurückgeführt.

Die ersten Niederlassungen des Ritterordens in Westfalen entstanden in der ersten Hälfte des 13ten Jahrhunderts. In das Jahr 1230 wird die Gründung der Kommende Welheim als Ordensgut des Deutschen Ritterordens datiert

Zwar später gegründet als der eigentliche Templerorden, übernahmen sie von den Templern Regeln, Organisation und auch die bekannte Kleidung: die weiße Robe mit dem roten Kreuz darauf.

     

  Von der Kommende Welheim ist heute nichts mehr erhalten geblieben. Auf dem ehemaligen Gelände erhebt sich dort seit etwa 1950 die hiesige Kokerei.
Lediglich an der angrenzenden Prosperstrasse befindet sich heute noch ein Gedenkstein.

Erhalten geblieben ist die Glocke aus der Kapelle der Kommende. Sie befindet sich heute im Glockenturm von St. Johann in der Boy.
     

  Ein weiteres Objekt das ehemals vor der Kommende stand ist der heilige Nepomuk (links im Bild). Das Orginal befindet sich heute im Quadrat bzw. im Heimatmuseum. Eine Replik (Bild) des Nepomuk steht aber am Quadrat, genau an der Kreuzung
     
     
Mit der Kommende Welheim ist noch die Geschichte von der Welheimer Reise verbunden. Diese war ein feucht fröhlicher Aufmarsch der Essener St. Sebastianus-Schützen nach Welheim zur Kommende und beruhte auf jahrhunderte alter Tradition.
Am 3 Juni 1789 bezogen jedoch 600 Schützen auf Order des Vestischen Statthalters Graf von Nesselrode Stellung an den Emscherübergängen. Um die Essener Schützen, unter Anwendung von Gewalt, an der Überquerung der Emscher zu hindern. Dies war faktisch das Ende der Welheimer Reise.
Ein Gemälde der Welheimer Reise von Josse Goosen befindet sich heute im Ratssaal des Bottroper Rathauses.
 
 

 

     
Villa Hügel    
     
   Villa Hügel Gesamtansicht

Von 1868 bis 1872 nach Entwürfen von Alfred Krupp errichtet, ist die Villa Hügel eine klassizistische schloßartige Residenz, die bis 1945 als repräsentatives Domizil der Familie Krupp diente

     
Durch eine Studie des Geomanten Marco Pogacnik wurde Anfang diesen Jahrhunderts bestätigt, das Villa Hügel und das umgrenzende Gelände nach geomantischen Gesichtspunkten gestaltet und gebaut worden sind.
     

 

     
Villa Dickmann    


   Villa Dickmann von hinten
 
  Für die Familie des Formsandgrubenbesitzer August Dickmann errichtete der Recklinghauser Architekt Nebel 1901-1903 ein repräsentatives Wohnhaus in Bottrop - die Villa Dickmann

     

 

Villa Hügel und Villa Dickmann sind Hinweise darauf das etwa um die Jahrhundertwende (1900) herum geomantisches Wissen sich in industriellen Kreisen verbreitete.

 

 

 

5.5 Objekte auf/an/in der Nähe von Dreiecksseiten  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
     
     
Haus Baldeney    
     
 Haus Baldeney   Am Nordufer des Baldeneysees, 2,5 km nordöstl. von Werden und 5 km südsüdöstl. von Essen-Stadtmitte, steht Haus Baldeney
Im 13. Jahrhundert gelangt der Wald zu Baldeney an das Reichsstift Werden.
Die früher wasserumwehrte alte Burganlage war ein Lehen der Abtei Werden und diente als Wohnsitz eines Ministerialen der Abtei Werden

     

 

         
Schloss Oberhausen        
         
Vor den Toren der Stadt Oberhausen, an der Hauptverbindungsstraße von Alt-Oberhausen zu den 1929 angegliederten Stadtteilen Sterkrade und Osterfeld, liegt das Schloß Oberhausen. Die Anfänge des Rittersitzes Overhus, wie früher sein Name lautete, liegen weitestgehend im dunkeln. Vermutlich reichen die Anfänge des Adelssitzes ins späte 12. oder frühe 13. Jahrhundert zurück. Zur Zeit ist auch immer noch umstritten, ob Henricus Dukere de Overhusa (seit 1220) tatsächlich der erste Besitzer war.
         
 Schloss Oberhausen Gesamtansicht      Die Galerie
         
Seit dem Frühjahr 1998 erstrahlt das Schloß Oberhausen nach umfangreichen Umbauarbeiten in neuem Glanz
         
     
         

 

 

5.6 Das Essener Münster und die Quadratur  Home  ins Verzeichnis  zum Anfang der Seite
 
 
Bei meinen geomantischen Studien stiess ich des öfteren auf eine Struktur ,die vornehmlich in alten Anlagen zu finden ist: ein Quadrat bzw. ein quadratisches Kreuz - verbunden waren damit auch immer die vier Elemente.
 

 
Vor der Christianisierung scheint man auf diese Art und Weise Geomantie betrieben zu haben. Die ersten christlichen Kirchen (die meistens auf den alten Kultplätzen angelegt wurden) hatten, in der Regel, noch diese Form. Das Quadrat, das quadratische Kreuz oder auch das Achteck stellen noch die Ganzheit der Elemente bzw. die Einheit der Natur dar.
In seinem Buch „Die Kathedrale“ beschreibt Hans Sedlmayr das die Vierzahl der Welt zugeordnet ist, während die Achtzahl den Himmel darstellt. In den ursprünglichen Quadratkonstruktionen ist, durch die Diagonalen, stets auch die Zahl Acht enthalten. Allgemein lässt sich also sagen, das die Gebäude, der vor und anfangschristlichen Zeit, eine Verbindung bzw. den Übergang vom weltlichen zum himmlischen repräsentieren.
 
Die quadratische Anordnung im Essener Dom:
 
    Der Hochaltar    
     Hochaltar    
    FEUER    
 Kreuzgang mit Domherrenfriedhof  

ERDE

LUFT    Vorplatz
Kreuzgang mit Domherrenfriedhof   WASSER   Der Vorplatz
     Atrium    
    Blick ins Atrium    
 
 
Noch besser lässt sich die Situation darstellen wenn man einen Bauplan des Münsters heranzieht. Das magenta Quadrat ist dann das Quadrat in bzw. auf dessen Ecken die vier angebenen Punkt, also der Hochaltar, das Atrium, der Kreuzgang und der Vorplatz liegen.
Der magenta Kreis besitzt dann den gleichen Umfang wie das magenta Quadrat.
 
 Das Essener Münster und die Quadratur
 
 
Wie wir alle, anhand der heutigen Kirchen, nachvollziehen können, hat sich irgendwann in der Vergangenheit, daraus eine etwas abgewandelte Form ergeben. Kirchen entsprechen mehr dem christlichen Kreuz bzw. werden die Seitenschiffe auch ganz weggelassen - und man erhält eine einfache längliche Konstruktion.
Was ist da passiert?
Betrachtet man/frau die obige Elementanordnung in geomantischer Sichtweise, dann ergibt sich die übliche Kirchenstruktur, indem die Elemente Luft und Erde einfach ausgelassen werden. Und so sind die Kirchen aufgebaut: auf dem Feuerpunkt steht der Hochaltar oder ist der Platz des Priesters und gegenüber auf dem Wasserpunkt befindet sich, in der Regel, eine Säule mit kleinem Wasserbecken - manchmal auch als Taufbecken benutzt.
Geomantisch gesehen wird hier die Einheit der Elemente nicht nur zerschnitten, sondern das Gesamte wird auf EIN Polpaar reduziert.
Fatalerweise kommt, durch die Christianisierung, noch hinzu das hier Feuer = Licht gesetzt worden ist. Die Konsequenz ist, das Wasser und die anderen Elemente dann automatisch zur dunklen Seite gehören. Und wenn man dann noch Hell = Gut und Dunkel = Böse setzt, ja dann ist die Verteufelung alles Naturellen ganz einfach vorprogrammiert.
Und da die katholische Kirche, als Institution, das gesamte geomantische Netzwerk in Europa systematisch mit ihren Bauwerken überzogen hat, entstand damit auch das morphogenetische Feld eines dualen Weltbildes.
 

 

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