Eine 1000jährige geomantische Landschaftsstruktur im nordwestlichen Ruhrgebiet

Copyright Klaus Piontzik


Die Bilanz

11.0   Das Zufallsargument

11.1

  Historische Betrachtung
11.2   Die Bilanz zur Ruhrkonstruktion
     
     
     
     
     
     
     
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Spricht man mit Historikern über geomantische Strukturen, so hört man ab und zu die Meinung, das man diese oder auch ein andere Geometrie so in eine Landschaft legen könne, das immer irgendwelche Punkte also Objekte auf Linien liegen würden. Die Konsequenz wäre, das die Lage einer Linie bzw. eines Gitters in einer Landschaft dann rein zufällig wäre.
 
Der Ausgangspunkt, im wahrsten Sinne des Wortes, ist ja der genaue geographische Punkt im Bottroper Stadtpark. Ein Zufall?
Dann der Gauß-Krüger-Punkt und die sich ergebende Hauptachse (Trappelinie) in Bottrop mit den Teichen(bzw. der Allee), dem Rathaus, Berliner Platz und der Hauptpost. Der zweite Zufall?
Die Verbindung zum Essener Dom über das 11/14 Verhältnis. Der dritte Zufall.?
Das Quadraturdreieck aus Bottrop Stadtgarten, Essener Dom und Mülheimer Ruhrwiesen, mit der daraus resultierenden Quadratur-Konstruktion. Der vierte Zufall?
Die beiden Abstandsteilungen mit dem daraus resultierenden Grundgitter. Der fünfte Zufall?
Die Lage der Ruhr im Grundgitter. Der sechste Zufall?
Die Sechseck-Konstruktion um Essen? Der siebte Zufall?
Die Fünfeck-Konstruktion in Mülheim. Der achte Zufall?
Die erzeugten Gitter und die Lage der großen Strassen (Autobahnen, Bundestrassen) im Ruhrgebiet. Der neunte Zufall?
Die besondere Lage (Schnittpunkte) von Haus Stein und Haus Ruhreck sowie der Knippenburg, der neuen Isenburg und der Vryburg bzw. Haus Horst in der gesamten Konstruktion. Der zehnte Zufall?
 
Und dann sollen schließlich alle diese Elemente rein zufällig eine geometrische Gesamtkonstruktion ergeben?
Und dann sstimmt das auch noch rein zufällig mit landesweiten Ausrichtungen überein?

Jetzt sollte sich auch der hartnäckigste Kritiker einmal klarmachen, das der Zufall hier ein wenig überstrapaziert wird.
Logischer ist doch, das zuerst die mathematische Konstruktion vorhanden war. Und dann erst die Umsetzung als Landschaftsstruktur vorgenommen wurde.
Von Historikern wird übersehen das die behandelten Konstruktionen eben nicht willkürlich gewählt worden sind, sondern Strukturen darstellen, die systematisch durch geometrische bzw. geodätische Kriterien, geschichtliche Fakten und symbolische bzw. mythologische Zusammenhänge, quasi interdisziplinär aufgedeckt werden können.
 

 

 

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So konnte ja an der Drei-Kaiser-Dom-Linie und der Siegfriedlinie gezeigt werden, das diese sich geodätisch und historisch eindeutig verorten lassen.
Es fanden zwischen dem 8 und dem 12 Jahrhundert wesentliche Stadtgründungen, Kirchenbauten und Bistumsbildungen auf der Drei-Kaiser-Dom-Linie und der Siegfriedlinie statt.
Darüber hinaus wurde noch eine Übereinstimmung dieser landesweiten Ausrichtungen mit den regionalen Strukturen des Ruhgebiets nachgewiesen.
Im 1:2 Gitter umfasste die Tätigkeitszeit für Gebäude die Zeitspanne von 840 bis etwa 1295. Im 1:3 Gitter umfasste die Tätigkeitszeit für Gebäude die Zeitspanne von 845 bis etwa 1400.
Und dann noch einmal eine Phase von 1900 bis 1940. Insofern bestätigt sich die, in der Einführung gemachte, Hypothese:
 

die regionalen Ausrichtungen sind lediglich Spiegelungen der landesweiten Ausrichtungen

 
Auf geodätischer Grundlage war regional also nachweisbar:

1a) die Existenz mehrerer Gitterstrukturen im Ruhrgebiet

1b) die Ausrichtung des Grundgitters im Ruhrgebiet zur Externsteinpyramide Ostlinie

1c) die Ausrichtung des 1:2 Gitters im Ruhrgebiet zur Drei Kaiser Dom Linie und Siegfriedlinie

1d) die Entdeckung der Hellweglinie und die Parallelität der Hellweg-Linie zur Siegfriedlinie

1e) die Ausrichtung der grossen Strassen im Ruhrgebiet am 1:2 Gitter bzw. 1:3 Gitter

1f) die Existenz des Externsteinsystems - ein altes Gittersystem in Deutschland das mit der Ostline der Externsteinpyramide verbunden ist

2a) das Quadraturdreieck zwischen Bottrop, Essen und Mülheim

2b) die komplette Quadraturkonstruktion

3) das Sechseck bzw. Sechsstern-Gebilde mit dem Essener Dom als Mittelpunkt

4) das Fünfeck in Mülheim

5) die Existenz einer geometrischen Gesamtkonstruktion, in die aufgeführten Elemente (1-4) zusammen kommen
 
 
Die geometrische Gesamtkonstruktion im Ruhrgebiet, also die Ruhrkonstruktion, ist in der bisherigen Mathematik noch nicht bekannt bzw. veröffentlicht worden und stellt Bezüge zwischen 3,4,5 und 6-Eck und der Kreisquadratur her.
Eine Konstruktion, die mehrere Teilkonstruktionen enthält, die ein komplexes Ganzes bilden, nenne ich eine Königskonstruktion. Meiner Meinung nach müssten noch weitere solcher Königskonstruktionen existieren, die wahrscheinlich früher mal bekannt waren und in der Zwischenzeit einfach vergessen worden sind.
 
 
Die Konsequenz ist allerdings, das sich hier die Existenz von Informationen offenbart, die in der offiziellen historischen Literatur nicht auftauchen. Und daher durch ein reines Studium der Geschichte in Archiven auch nicht erfassbar sind.
Wie schon in der Einleitung erläutert, war die königliche Kunst der Geomantie eben eher die Kunst der Könige. Also die Kunst der Eingeweihten und Mächtigen.
Für die Bottroper Stadtväter, unter deren Führung das Rathaus und der Stadtpark erstanden, gilt dies ebenso. Das Wissen um die geomantischen Strukturen wurde in Logen bzw. Geheimbünden gehütet und so sollte es nicht verwundern wenn unter den damaligen Bottroper Stadtvätern Logenmitglieder zu finden sind. Einen Hinweis liefert ja das Fenster im Rathausturm, gegenüber der Michaeldarstellung (siehe Kapitel 3) sowie der Bienenkorb im Dachfirst (Illuminaten).
Historiker sollten endlich einsehen, das ihre Sicht der Geschichte lediglich eine Teilsicht darstellt. Umfassendere Sichten lassen sich da nur durch interdisziplinäre Maßnahmen erhalten.
Geometrien in einer Landschaft findet man eben nicht in einem Buch, sondern man muß schon zu Karte und Lineal greifen, also die Mathematik und die Geodäsie bemühen, um hier fündig zu werden.
Und anhand der historischen Daten (z.B. Baujahr) von den Objekten, die an den Konstruktionen beteiligt sind, lassen sich dann auch Zeitpunkte -und räume angeben, in denen diese Geometrien entstanden sind bzw. bekannt waren und benutzt wurden.
 

 

 

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Anhand der Baudaten für die aufgeführten Objekte lässt sich erkennen:

Die gesamte Ruhrkonstruktion ist bereits in der Zeit von 800-1400 entstanden
Es folgt eine Ruhepause von 1400 bis etwa 1870, in der quasi fast nur Umbauten erfolgten. Neubauten sind in dieser Zeitspanne eher selten.
Und dann erfolgen noch einmal bauliche Tätigkeiten zwischen 1870 und 1945

Damit ist das Ruhrgebiet also keine zufällig entstandene Zusammenballung von einzelnen Orten, sondern dem liegt ein, tausend Jahre alter, Konstruktionsplan zugrunde.

Erstaunlich ist, das die Gesamtkonstruktion eine Verbindung zwischen Quadratur des Kreises, dem Sechseck und dem Fünfeck schafft. Und in der Mathematik bisher nicht bekannt war. Daher ist die Veröffentlichung der Ruhrkonstruktion eine historische als auch eine mathematische Premiere.
Allerdings sollte diese Konstruktion auch zeigen, das neben dem offiziellen Wissen noch ein esoterisches Wissen vorhanden war. Und das dieses Wissen gehütet wurde. Aus diesem Grunde ist eben nichts bzw. nur fragmentarisches in den Archiven enthalten.

Die erste Organisation die systematisch Landschaftsstrukturen anlegte, also geomantisch arbeitete, war die katholische Kirche. Dies lässt sich einwandfrei aus den Baudaten der untersuchten Objekte innerhalb der Gesamtkonstruktion schliessen.
Im Laufe der darauf folgenden Zeit fingen dann etliche Adelsfamilien ebenfalls an, auf der Gesamtkonstruktion bzw. den daraus abgeleiteten Gittern, ihre Häuser, Burgen und Schlösser zu bauen.
Es scheint dabei Übereinkünfte gegeben zu haben, wer was wohin bauen durfte. Es ging ja nicht nur um geographische Ortszuweisungen, vielmehr war die gesamte Konstruktion so etwas wie eine Landkarte der Macht. (Einen Hinweis darauf kann man in der Geschichte und der Geographie der neuen Isenbug finden)

Etwa zur Zeit der Hexenverfolgungen hört die geomantische Bautätigkeit fast ganz auf. Ausser einzelnen Objekten kommen, mengenmässig gesehen, keine Neubauten hinzu. Es werden fast nur Renovierungen und Umbauten der bereits vorhandenen Gebäude vorgenommen.

Erst 400 Jahre später, im deutschen Kaiserreich und im dritten Reich, ist dann noch einmal ein Versuch unternommen worden, die geomantische Landschaftsstruktur in Deutschland zu benutzen bzw. zu beleben.
Die Konsequenz ist, das Geomantie in Deutschland keine nationalsozialistische Konzeption, sondern ein viel viel älterer Plan ist.
Wie an der geomantischen Position der Wewelsburg im Externsteinsystem (Kapitel 7) gezeigt werden konnte haben die Nazis lediglich versucht auch dieses Stück Geschichte für ihre Zwecke zu nutzen bzw. zu missbrauchen.

Wenn gestaltende Kräfte, mit welchem Hintergrund und mit welcher Absicht auch immer, auf eine Landschaft einwirken und sie strukturieren, so ensteht ein Gebilde aus Objekten und deren Beziehungen untereinander.
Also ein komplexes System von physikalischen Manifestationen und Relationen, ein geomantisches System eben. Dieses lässt sich mit Hilfe der Mathematik, der Geodäsie und der architektonischen bzw. historischen Daten nachweisen, und nicht durch Papiere die in irgendwelchen Archiven lagern..
Und genau das wird von der historischen Forschung noch viel zu wenig berücksichtigt.

 

 

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